Was vor einer Shortlist geprüft wird
Ein Projekt kommt nicht wegen eines Renderbilds oder eines bekannten Namens in die engere Auswahl. Zuerst werden Nutzungsziel, Budget, Zeitplan und akzeptierte Eigentumsform festgehalten. Danach muss eine konkrete Einheit mit aktueller Quelle identifizierbar sein.
Für jede Einheit werden Kaufpreis, nutzbare Fläche, Ausstattung, Steuern, Transfer, Gemeinschaftskosten, Rücklage und Zahlungen bis zur Übergabe erfasst. Neubau und Bestand werden erst verglichen, wenn diese Positionen auf derselben Basis stehen.
Der Standortvergleich nutzt die täglichen Wege des Käufers. Schule, Arbeit, Einkauf, medizinische Versorgung, Zufahrt und Bauumfeld sind entscheidender als eine allgemeine Entfernungsangabe. Bei Ferien- oder Vermietungsnutzung kommen genehmigte Nutzung, Hausordnung, Managementvertrag und saisonale Nachfrage hinzu.
Evidence und Status
Werbeanzeigen bleiben als Signal und nicht als Vertragsnachweis gekennzeichnet. Eine kommerzielle Aussage erhält Quelle, Datum und Status. Läuft ein Preisblatt ab oder fehlt die Einheitsnummer, bleibt der Punkt PENDING. Der Evidence Desk führt die offene Frage bis zur Primärquelle zurück.
Ausschluss statt Schönrechnen
Ein Projekt wird zurückgestellt, wenn Verkäufer und Zahlungsempfänger nicht eindeutig zusammenpassen, wesentliche Nebenkosten fehlen oder die zugesagte Nutzung im Vertrag nicht erkennbar ist. Dasselbe gilt, wenn der Zeitplan des Käufers und ein nicht belegter Übergabetermin unvereinbar sind. Ein höheres Werbebudget oder eine bekannte Marke ändert diesen Status nicht.
Handoff an den Berater
Die qualifizierte Auswahl enthält zwei bis drei Projekte, je eine klare Begründung und die entscheidenden offenen Nachweise. So kann ein Berater schnell antworten, ohne Geschwindigkeit mit unbelegten Zusagen zu erkaufen. Eine Besichtigung wird mit konkreten Prüffragen vorbereitet und anschließend dokumentiert.
